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MagiC + MagiC Mac werden Open Source (12.03.2018 - 20:03 Uhr)


AtariX war nur der Auftakt, Programmierer Andreas Kromke will offenbar seine gesamte Atari-Vergangenheit via GitHub aufarbeiten. Aktuell sind bereits die Quelltexte zu mehreren MagiC-Begleitprogrammen wie MGSearch sowie dem Desktop MagXDesk online. Im Readme kündigt Kromke jedoch an, alle Quelltexte offen zu legen. Dies bedeutet im Einzelnen: KAOS (TOS-Patch), Mag!X/MagiC Atari, MagiCMac (OS 9/68k Macs) und MagiCMac X (OS X/PPC-Macs).

MagiC war das dominierende Betriebssystem für den Atari in den 90ern und war auch auf den kleinen Ataris performant. Für Bewegung im Atari-Markt sorgte die von Apple unterstützte Portierung auf den Mac: Nun eigneten sich auch Mac-Computer und -Klone für sauber geschriebene ST-Software. Die ST-Computer nahm als Reaktion darauf Apple-Computer und -Software 1995 in ihre Berichterstattung auf, was allerdings die Leser spaltete. Der Vertrieb Application Systems Heidelberg verkauft MagiC Mac X noch immer.

Historisch interessant wird aber auch KAOS: Der Patch für TOS 1.04 enthielt etliche Modifikationen und mit KaosDesk einen neuen Desktop. Software-Entwickler sahen sich erstmals mit Anwendern konfrontiert, die kein Original-TOS einsetzten. Rechtliche Schritte unternahm Atari nicht gegen KAOS, in einigen Beschleunigerkarten kam auch ein mit KAOS gepaschtes TOS zum Einsatz.

https://gitlab.com/AndreasK/Atari-Mac-MagiC-Sources/tree/master/

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Hex-a-Hop (18.12.2019 - 21:46 Uhr)

Neues Futter für Spiele-Fans mit potenter Hardware: Atari-Forum.com-Mitglied „jury“ hat Hex-a-Hop für TOS kompiliert. Hex-a-Hop ist ein kleines Logikspiel, in dem alle grünen hexagonalen Felder zerstört werden müssen, ohne sich selbst den Weg zu verbauen. Es können beliebig viele Schritte rückgängig gemacht werden, auf ein Zeitlimit wurde verzichtet. Ist ein Level geschafft, wird der nächste auf einer Karte ausgewählt.
Hex-a-Hop wurde von Tom Beaumont und Ari Mustonen programmiert, die den Quelltext auf SourceForge freigaben. Gesteuert wird per Maus oder Tastatur, die Escape-Taste ruft ein Menü auf, in dem unter anderem zwischen Fenster- und Vollbild-Darstellung gewechselt wird. Das Spiel setzt eine Auflösung mit mindestens 16 Bit Farbtiefe (65536 Farbtöne) voraus. Jury hat das Spiel auf einem CT60-Falcon mit SuperVidel getestet, der Screenshot stammt aus MacAranym. Unter MacAranym muss die Maustaste im Fenstermodus länger gedrückt werden, damit die Spielfigur auf ein anderes Feld springt.

https://bit.ly/2TRY95f

maxYMiser High (17.12.2019 - 21:45 Uhr)

Nach sechs Jahren Pause meldet sich der Chiptune-Tracker maxYMiser mit einer neuen Version zurück. MaxYMiser versucht, möglichst viel aus dem YM/AY-Soundchip des STs herauszuholen, mit all den modernen Techniken, die Chiptune-Künstler in den letzten Jahren entwickelt haben, darunter SID-Wellenformen. Neben den drei Kanälen des Soundchips wird auch der DMA-Sound des Atari STE unterstützt. Der Tracker versteht sich auch mit der MIDI-Welt und soll vom 68000er bis 68060er mit jeder CPU kompatibel sein. Entwickler gwEm ist selbst Chiptune-Musiker und hat neben maxYMiser ein VST-Plug-in für PC-DAWs und die DJ-Software STj programmiert.
maxYMiser trägt in der Versionsnummer den Zusatznamen „High“. Dieser bezieht sich nicht auf die Anpassungen der MIDI-Latenz, sondern die Unterstützung für die hohe Auflösung des Ataris. In 640x400 ist maxYMiser aber kein anderes Programm – weder werden die Pixel für eine besonders scharfe Darstellung genutzt, noch gibt es auf dem SM124 mehr zu sehen. Es ist vielmehr ein Zugeständnis an die Musiker, die den ST meist mit Monochrom-Monitor betreiben und nun nicht mehr einen Farbmonitor für den Chiptune-Tracker anschließen müssen. Auf höheren Farbauflösungen – zum Beispiel die VGA-Auflösung des Falcons – schaltet maxYMiser in die niedrige Auflösung.

http://preromanbritain.com/maxymiser/

CD Write Suite 4 ist Freeware (16.12.2019 - 21:44 Uhr)

Als es endlich möglich war, auf dem Atari CD-ROMs nicht nur zu lesen, sondern auch zu brennen, war dies eine große Nachricht. Mittlerweile haben Speicherkarten und das Internet die CD fast überflüssig gemacht, aber wer noch CDs am Atari brennen will, kann dies mit der jüngst als Freeware freigegebenen CD Writer Suite 4 von Anodyne Software tun. Die Suite besteht aus den drei Programmen CDwriter (Audio-CDs), CDbackup (Backups auf Daten-CDs und -DVDs) und CD InScriptOr (Brennen von Standard ISO9660-CDs und DVDs). Auf 68030-Systemen werden Medien mit vierfacher, auf 6800ern mit zweifacher Geschwindigkeit gebrannt. Sofern es die Hardware unterstützt, kann das Brennen vorher simuliert werden. CD Writer Suite unterstützt viele SCSI3/MMC CD- und DVD-Rekorder, auf der Website gibt es eine Liste mit kompatiblen Geräten. Zum Betrieb wird ferner das letztes Jahr als Freeware freigegebene ExtenDOS 4 benötigt, welches auch einen Audio-CD-Player bietet. Zu einem späteren Zeitpunkt ist die Veröffentlichung des Quelltextes geplant.

http://www.anodynesoftware.com/cdws4/main.html

USB-Treiber für Grafiktabletts in Entwicklung (15.12.2019 - 21:42 Uhr)

Ein Grafiktablett ist für fast jeden Bildschirmkünstler eine sinnvolle Anschaffung, Pixelmaler ausgenommen. Atari selbst hatte für die 8-Bit-Computer die Maltafel im Angebot und für den ST gab es später diverse Grafiktabletts von Drittherstellern, zum Teil speziell für technische Zeichnungen. Mit PixArt, welches Wacom-Tabletts unterstützte, erlebten die Grafiktabletts eine kleine Renaissance. Aber wie sieht es mit moderneren Tabletts aus, jenen mit USB-Anschluss? Für diese hat Perdrix24 einen Treiber auf YouTube und Atari-Forum.com angekündigt. Dabei simuliert das Tablett die Maus: Die Spitze des Stifts agiert als linke, die Tasten am Stift als rechte Maustaste. Der Mauszeiger wird bewegt, indem der Stift leicht angehoben wird. Vier Funktionstasten lassen sich auf entsprechende Atari-Tasten programmieren. Grafikprogramme können die Druckstärke abfragen – ein möglicher Kandidat für eine Implementierung wäre das Grafikprogramm Vision, das weiterentwickelt wird.

http://www.atari-forum.com/viewtopic.php?f=15&t=37128

KWEST-PD-Library archiviert (14.12.2019 - 21:42 Uhr)

AtariAge-User rcamp48 hat eine PD-Sammlung archiviert, die bisher noch nicht gesichert wurde. Es handelt sich um 37 der 38 Disketten der KWEST Library aus den Jahren 1989 bis 1993. Auf den Disketten findet sich viel bekanntes, beispielsweise die auch aus deutschen PD-Serien bekannten Utilities von Double Click Software, aber auch ungewöhnliches wie der Mozzie Repeller II, der angeblich mit hochfrequenten Tönen Mücken vertreiben soll. KWEST war ein User-Club für 8- und 16/32-Bit-Computer, der Club pflegte auch eine PD-Serie für Ataris 8-Bit-Computer. Mit der Archivierung der KWEST Library endet die Suche nach PD-Disketten noch lange nicht: Insbesondere PD-Serien, die nie auf PD/Shareware-CDs gesammelt wurden, sind nur lückenhaft erhalten. Dazu gehören viele Händler-eigene Serien wie Karstadt oder PSG. Oft finden sich solche Disketten vereinzelt in Diskettenboxen, Zufallsfunde, die in der Masse der S-, J- und V-PD-Disks untergehen. Ob auf diesen Disketten dann Programme sind, die es in keiner anderen Serie gibt, ist eine andere Frage.

https://bit.ly/2k0NDrF

Melody PSG für Atari 8-Bit (13.12.2019 - 21:41 Uhr)

Endlich eine Dual-PSG/AY-Karte – allerdings für den falschen Computer. Lotharek arbeitet an der Melody-Cartridge, einem Modul, welches Atari 8-Bit-Computer mit gleich zwei Soundchips vom Typ AY 3-8910 oder 3-8912 ausstattet. Diese Chips kamen mit unterschiedlichen Taktfrequenzen im Atari ST, Amstrad CPC, Oric Atmos, MSX und ZX Spectrum 128/+2/+3 zum Einsatz. Die Frequenz lässt sich per Software umschalten, ein erstes Programm für das noch in Entwicklung befindliche Modul spielt YM/MYM-Sounds ab. Der Preis steht noch nicht fest.

https://lotharek.pl/

Songbird kauft ein (12.12.2019 - 21:39 Uhr)

Lynx- und Jaguar-Besitzer kennen Songbird bereits als eine Firma, die fertig entwickelte, aber unveröffentlichte Spiele kaufte und schließlich doch noch veröffentlichte. Zudem hat die Firma auch neu entwickelte Spiele für die beiden Raubkatzen im Angebot. Nun betritt die Firma aber Neuland: Sie hat einige Rechte an bekannten Lynx- und Jaguar-Spielen erworben, wie Songbird auf AtariAge bekannt gab.
Dazu gehören alle Spiele von HandMade Software mit Ausnahme von Kasumi Ninja. HandMade hatte diverse Spiele für Atari entwickelt, darunter Awesome Golf, Battlezone 2000, Dracula The Undead und Malibu Bikini Volleyball. Außerdem gehören nun Gordo 106 (Tenth Planet Software), Super Skweek (Loriciel) und Othello (Harry Dodgson) zu Songbird. Mit Battlemorph von Attention to Detail hat Songbird auch noch eine hochwertige Jaguar-Marke erworben.
Othello und Loopz (HandMade Software) wurden bereits von Songbird vertrieben. Kurzfristige Pläne für die restlichen Spiele existieren nicht, Songbird besitzt auch nicht die Quelltexte zu den Spielen. Bei Battlezone (Rechte liegen mittlerweile bei Rebellion) und Skweek (Loriciel) gilt die Lizenz für ältere Atari-Systeme, beziehungsweise die Lynx-Version.

https://songbird-productions.com/

HypView/hcp aktualisiert (11.12.2019 - 21:37 Uhr)

Thorsten Otto hat seine eigene Version der ST-Guide-Alternative HypView und des Hypertext-Compilers aktualisiert. HypView ist kompatibel mit den HYP-Dateien von ST-Guide, einem beliebtem Format (nicht nur) für die Hilfe-Funktion diverser Programme. Ottos Version basiert auf dem HypView des FreeMint-Projekts, bietet aber einige interessante Ergänzungen. Beispielsweise sind die beiden Programme auch für andere Plattformen wie Windows 32/64 Bit und Linux verfügbar – damit verfügen diese Betriebssysteme wieder über einen aktuellen HYP-Viewer und -Compiler.
Auf der Atari-Seite soll HypView nun auch unter Single-TOS arbeiten – ein Kurztest mit TOS 1.62 misslang allerdings, während der Start unter EmuTOS klappte, aber die Icons nicht richtig dargestellt wurden. Mit 678 KB Programmgröße ist HypView allerdings ohnehin mehr für Multitasking-Systeme sinnvoll, die in der Regel auch mehr RAM zur Verfügung haben (ST-Guide: 44 KB). Zum Paket gehören nützliche Tools wie Refcheck. Für macOS stehen derzeit nur Kommandozeilen-Apps zur Verfügung, am Viewer wird noch gearbeitet.

http://tho-otto.de/downloads.html

Heron: 4MB-RAM-Erweiterung für STs (16.10.2019 - 07:27 Uhr)


Ein erfreulicher Trend der letzten Jahre sind die Hardware-Erweiterungen für alle Ataris und Online-Shops, welche diese Erweiterungen anbieten. Lotharek arbeitet an einem echten Klassiker: Die Erweiterung auf 4 MB RAM für alle klassischen ST-Computer. „Heron“ beschreibt er als kostengünstige Erweiterung. Ein RAM-Chip muss entfernt und die Heron-Platine unter dem Shifter-Chip befestigt werden. Anschließend werden die RAM-Chips des Motherboards deaktiviert und die Heron-Platine mit sechs Drähten verbunden. Ein RAM-Upgrade ist durchaus sinnvoll, selbst wenn die meisten ST-Programme sich mit 1 MB RAM zufrieden geben, denn Auto-Ordner-Programme wie NVDI oder Accessories schlucken auch Speicher.

Lotharek scheint indes in letzter Zeit auf den Vogel gekommen: Neben Heron (Reiher) arbeitet er am SRAM-Modul „Sparrow“. Der Spatz wird aber nicht auf dem Atari landen, sondern ist für den C64 gedacht. Ataris Spatz (Projektname des Falcons) bekommt dafür die 14MB-Erweiterung Vulture (Geier). Also Augen auf beim Vogelkauf in Lothareks Shop…

https://lotharek.pl/

EmuTOS 0.9.12 (15.10.2019 - 18:51 Uhr)

Das EmuTOS-Team hat Version 0.9.12 des Betriebssystems freigegeben. Mit dem Update unterstützt das BIOS nun den Volksfarben-4000-Adapter und ATI Mach32 Grafikkarten, die IDE-Geräte-Erkennung wurde optimiert und ein Fehler in Supexec() ist behoben worden, der zu Abstürzen bei Klapauzius-gepatchten Spielen führte. Weiter an TOS 2.0x angenähert hat sich der EmuDesk, der nun den freien Speicher anzeigt, ein Drucker-Icon zum bequemen Drucken anbieten und die Funktionstastenbelegung zeigt. Niederländisch ist als neue EmuTOS-Sprache hinzugekommen. Bei der Vampire-Karte und dem Standalone-Gerät liest EmuTOS nun auch von SD-Karte.

Die 0.9.12 hätte auch als 1.0 erscheinen können, dieser Schritt wurde zumindest diskutiert. Voraussichtlich wird der Sprung auf die 1.0 erfolgen, wenn EmuTOS alle Funktionen des TOS 2.0x bietet, auch wenn EmuTOS insbesondere bei der Hardware-Unterstützung schon deutlich weiter ist als TOS.

<emutos.sourceforge.net>

RMAC 2.0.0 (04.09.2019 - 20:18 Uhr)

Großes Update für den Makro-Assembler RMAC, der ursprünglich von Atari selbst geschrieben und von Subqmod und Reboot weiterentwickelt wurde. Zielgruppe sind Entwickler, die hauptsächlich in Assembler schreiben, statt nur für zeitintensive Subroutinen auf die Sprache zurückzugreifen. In de Version 2.0.0 unterstützt RMAC den DSP 56001 (Ausgabe von LOD und P56), den Object Processor des Jaguars, 32-Bit-CPUs ab dem 68020 aufwärts, die beiden FPUs 68881 und 68882 und die PMMU 68851. Der RMAC-Quelltext ist frei, vorkompilierte Binaries gibt es für macOS und Windows.

http://virtualjaguar.kicks-ass.net/builds/

Standard-Benchmarks für den ST (23.02.2019 - 09:39 Uhr)

Benchmarks dürfen bei keinem Hard- und Software-Test fehlen und auch für den ST gibt es eine Reihe von Benchmarkprogrammen - die bekanntesten dürften wohl Quick-Index und Gembench sein. Diese beiden Programme sind aber nicht plattformunabhängig. Christian Zeitz hat nun zwei Standardbenchmarks portiert: Coremark und Linpack. Coremark misst hauptsächlich die Leistung der CPU (inkl. Cache) und des RAM-Zugriffs, Linpack konzentriert sich auf die Fließkommaleistung. Linpack benötigt mindestens einen 68030 mit FPU, Coremark läuft auf allen Ataris.

https://forum.atari-home.de/index.php/topic,15024.0.html https://forum.atari-home.de/index.php/topic,15025.0.html

Shared-Libs von Thorsten Otto (08.02.2019 - 22:42 Uhr)

Thorsten Otto hat eine ganze Reihe populäre Libraries auf den Atari portiert und stellt diese als Shared Library für MiNT zur Verfügung. Ziel ist, dass Entwickler möglichst einfach von einer statischen auf eine geteilte Library wechseln können. Die Vorteile für Entwickler, die eine solche Library nutzen: Ihre Programme profitieren von jeder Weiterentwicklung der entsprechenden Library. Derzeit bietet Otto folgende Libraries an: libpng 1.6.35, libiconv 1.15 (Konvertierung zwischen verschiedenen Textkodierungen), libjpeg 3d und Zlib 1.2.11 (Komprimierungsroutinen).
Jede Library beinhaltet Header-Dateien für Pure C und gcc, Otto hat außerdem ein Snapshot-Programm entwickelt, welches die Libraries nutzt, um Screenshots neben dem (X)IMG- und TGA-Format auch als PNG und JPEG zu sichern. SnapIt läuft in allen Farbtiefen von 1 bis 32 Bit.

http://tho-otto.de/sharedlibs.php

PenguiNet kündigt Rikki & Vikki für VCS7800 an (31.12.2018 - 18:50 Uhr)


2009 erschien Zaku, ein aufwändiger Horizontalshooter für den Lynx, der sich technisch mit den anderen Lynx-Spielen mühelos messen kann. Neben Alpine Games ist es sicher das optisch aufwändigste Homebrew-Spiel für Ataris Handheld. Fans hofften natürlich auf das nächste Projekt von PenguiNet, doch dieses wird nicht für den Lynx erscheinen, sondern für das VCS7800. Wie in Zaku stecken auch in Rikki & Vikki Jahre an Entwicklungsarbeit. Extra für diesen Action-Puzzle-Hybrid wurde ein eigener VCS-Emulator geschrieben. Gleich sechs Welten mit 100 Rätseln warten auf die Protagonisten, zwei Spieler dürfen gemeinsam ran. Die Grafik wirkt dank der Verwendung der hohen VCS-Auflösung besonders scharf, insgesamt hat das Modul eine Größe von sechs Megabit (750 KB).

Die VCS-Version soll am 14. Januar erscheinen, über Steam gibt es bereits eine Windows-Version, die optisch dem VCS-Spiel entspricht.

http://www.penguinet.net/Games/Rikki_Vikki/index.php

Osterei: Jeff Minter Classics mit Gridrunner (02.04.2018 - 09:27 Uhr)

Jeff Minter Classics, die Portierung der ST-Spiele Llamatron 2112 und Revenge of the Mutant Camels, hat zwei Spiele auf dem Modul, richtig? Falsch, denn die ganze Zeit befand sich noch ein drittes Spiel auf dem Modul, Gridrunner. Die Existenz dieses Spiels auf dem Modul wurde zum 1. April enthüllt, es handelt sich um ein klassisches Software-„Easter Egg“. Eigentlich hätte es aber schon früher gefunden werden können, denn der Satz, mit dem es freigeschaltet wird, ist in der Anleitung farblich hervorgehoben. Die Produktseite des Moduls im AtariAge Store wurde inzwischen aktualisiert. Gridrunner unterstützt neben dem Jagpad auch ST- und Amiga-Mäuse.

Die Ankündigung fällt mit den jüngsten Entwicklungen bei Llamasoft zusammen: Minter arbeitet an einer neuen Spiele-Engine, welche ihm die Portierung seiner nicht mehr erhältlichen iOS-Spiele erleichtern soll. Gridrunner wurde auf Minters YouTube-Kanal gezeigt – in 120 fps und VR. Die neue Engine ist für PC, PS4 und Xbox gedacht.

https://atariage.com/store/index.php?l=product_detail&p=1109

Tempest 4000: Steam-Seite online, PS4-Version ab morgen (27.03.2018 - 19:56 Uhr)

Nach Tempest 2000 (Jaguar) und 3000 (Nuon) kommt der nächste Tempest-Refresh: Tempest 4000 soll diesen Frühling laut der Steam-Seite für Windows-PCs erscheinen. Programmiert wird das Spiel erneut von Llamasoft, Publisher ist Atari. Minimal-Systemanforderung ist ein Intel Core i3 mit 3,3 GHz, 4 GB RAM, Intel HD Graphics 4600, Windows 7 64 Bit und 2 GB auf der Festplatte. Das Spiel unterstützt Steam Achievements und Leaderboards, sowie Gamepads am PC.

Von Sony Europe wurde ein Release-Termin für die digitale PlayStation-4-Version angekündigt: Ab dem 28.3. soll Tempest 4000 erhältlich sein. Außer für PS4 und Windows ist T4K auch für die Xbox One geplant.

http://store.steampowered.com/app/688140/Tempest_4000/

Bello Basic – neues Spiele-Basic für den Falcon (26.03.2018 - 20:23 Uhr)

Der Atari Jaguar hat bis auf den 68k-Prozessor und den erweiterten Joystick-Ports keine gemeinsame Hardware-Basis mit der ST-Familie. Doch ein neues Basic verspricht eine Brücke zu schlagen zwischen Jaguar und Falcon: Bello Basic. Bello Basic ist Raptor Basic+, aber mit Anpassungen und Modifikationen für Ataris 16/32-Bit-Plattform. Als Teaser hat Entwickler ggn ein Video von bexa64n, einem 64KB-Spiel, welches auf einem 64x64 Pixel kleinen Spielfeld abläuft. Jaguar- und Falcon-Version basieren auf dem selben Quelltext.

Das ausgewachsene Bexagon wird etwas mehr Pixel bewegen. Wem das Spiel bekannt vorkommt: Es handelt sich um eine Umsetzung des Smartphone-Spiels Hexagon. Laut ggn gibt es noch viel zu tun an Bello Basic, insbesondere weil die Jaguar-Hardware über leistungsfähige Spezial-Chips verfügt und im Gegensatz zum Falcon ganz auf Spiele ausgerichtet ist.

https://demozoo.org/productions/184999/

Atari kündigt das „Atari VCS“ an (21.03.2018 - 19:11 Uhr)

An das Design der alten VCS-Konsole angelehnt war sie schon, nun bekommt die Ataribox, ein Mittelklasse-Linux-PC, auch einen dementsprechenden Namen: Atari VCS. Der Namenswechsel wurde zur GDC in San Francisco verkündet, die Gelegenheit, in Sachen technischer Daten oder auch nur angekündigter Spiele konkret zu werden, nahm Atari jedoch nicht wahr. Zu der Konsole gehören zwei Controller: Ein klassischer Joystick mit einer Feuertaste und ein XBox-ähnliches Pad.

Nachdem eine ursprünglich geplante Crowdfounding-Kampagne abgesagt wurde, soll nun im April ein Datum für Vorbestellungen angekündigt (!) werden. Atari verspricht „klassische Atari-Spiele“, „heiße Indie-Spiele“ und ein offenes Linux. Problematisch für diejenigen, die das Gerät nicht alleine wegen der Optik oder dem Atari-Logo kaufen, dürfte sein, dass es sowohl die alten Atari-Spiele, als auch alle Spiele unabhängiger Entwickler längst für alle anderen Konsolen gibt.

http://ataribox.com/

MagiC + MagiC Mac werden Open Source (12.03.2018 - 20:50 Uhr)


AtariX war nur der Auftakt, Programmierer Andreas Kromke will offenbar seine gesamte Atari-Vergangenheit via GitHub aufarbeiten. Aktuell sind bereits die Quelltexte zu mehreren MagiC-Begleitprogrammen wie MGSearch sowie dem Desktop MagXDesk online. Im Readme kündigt Kromke jedoch an, alle Quelltexte offen zu legen. Dies bedeutet im Einzelnen: KAOS (TOS-Patch), Mag!X/MagiC Atari, MagiCMac (OS 9/68k Macs) und MagiCMac X (OS X/PPC-Macs).

MagiC war das dominierende Betriebssystem für den Atari in den 90ern und war auch auf den kleinen Ataris performant. Für Bewegung im Atari-Markt sorgte die von Apple unterstützte Portierung auf den Mac: Nun eigneten sich auch Mac-Computer und -Klone für sauber geschriebene ST-Software. Die ST-Computer nahm als Reaktion darauf Apple-Computer und -Software 1995 in ihre Berichterstattung auf, was allerdings die Leser spaltete. Der Vertrieb Application Systems Heidelberg verkauft MagiC Mac X noch immer.

Historisch interessant wird aber auch KAOS: Der Patch für TOS 1.04 enthielt etliche Modifikationen und mit KaosDesk einen neuen Desktop. Software-Entwickler sahen sich erstmals mit Anwendern konfrontiert, die kein Original-TOS einsetzten. Rechtliche Schritte unternahm Atari nicht gegen KAOS, in einigen Beschleunigerkarten kam auch ein mit KAOS gepaschtes TOS zum Einsatz.

https://gitlab.com/AndreasK/Atari-Mac-MagiC-Sources/tree/master/

Stunt Car Racer für Jaguar und XL/XE (07.03.2018 - 22:36 Uhr)

Stunt Car Racer von Geoff Crammond gehörte zu den ungewöhnlicheren Rennspielen für den Atari ST: Auf einer meterhohen Rennstrecke wurde gegen den Computer oder via Null-Modem-Kabel gegen einen menschlichen Gegner gefahren. Das Spiel erschien seinerzeit für die populären 8- und 16-Bit-Plattformen.

Nun wurde das Spiel fast zeitgleich für zwei weitere Atari-Systeme angekündigt. Die XL/XE-Version basiert auf der C64-Version und wurde von AtariAge-Mitgliedern Fandal und Irgendwer portiert. Im Vergleich zur Commodore-Version wurde die Bildrate verbessert, Musik und Soundeffekte hinzugefügt und ein QR-Code-Generator (!) für Online-High-Scores hinzugefügt. Das Spiel ist mit PAL- und NTSC-Systemen kompatibel und kann über http://a8.fandal.cz/detail.php?files_id=7541 heruntergeladen werden. Mindestvoraussetzung ist ein 8-Bit-Atari mit 128 KB RAM.

Die Jaguar-Version stammt natürlich von CyranoJ. Sein Port nimmt die ST-Version als Basis, Jaguar-Besitzer können aufgrund der schnelleren Jaguar-CPU (14 vs. 8 MHz) mit flüssigerer 3D-Grafik rechnen.

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